Welches Cannabinoid ist das richtige für mich?

CBD, CBG, CBC, CBN, durch die moderne Wissenschaft werden immer mehr verschiedene Cannabinoide entdeckt und erforscht.

Aber welches ist das Richtige für welches Anwendungsgebiet?

An und für sich, sind sich alle genannten Cannabinoide sehr ähnlich. Sie sind alle nicht psychoaktiv, also sie haben keinerlei berauschende Wirkung. Jedes Einzelne hat jedoch seine eigenen speziellen Eigenschaften. Wir möchten euch hier einen Kurzen Überblick über die verschiedenen Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete geben:

CBD:

Das wohl bekannteste Cannabinoid ist das CBD (Cannabidiol). CBD wird in vielen Studien hauptsächlich als schmerzlindernd und entspannend beschrieben. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2019 belegt auch die schlaffördernde Wirkung von CBD. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2015 zeigt auch an, dass CBD eine positive Wirkung auf diverse Angststörungen wie z.B. Panikattacken, Sozialphobien sowie posttraumatische Belastungsstörungen hat. 

Immer häufiger wird CBD auch in der Krebstherapie eingesetzt, hauptsächlich um die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu lindern. Neue Studien weißen aber auch auf krebshemmend Eigenschaften von CBD hin, wie etwa bei Darm-, Brust, Lungen- und Prostatakrebs als auch bei Leukämie und Neuroblastom.

Italienische Forscher fanden zudem heraus, dass CBD das Wachstum von Blut Krebszellen hemmt. Die meisten Studien wurden allerdings bislang an Tieren durchgeführt und es wird sicherlich noch einige Zeit dauern bis die Wirksamkeit auch beim Menschen bestätigt wird.

CBDA:

CBDA ist die CBD-Säure, wobei das -A für Acid steht. CBDA wird durch Erhitzung in CBD umgewandelt, dies passiert ca ab 120 Grad. Zwei Tierexperimente aus dem Jahr 2012 zeigen, dass CBDA vor allem Übelkeit und Erbrechen lindern kann. Es soll Studien zufolge auch schmerzlindernd und antipsychotisch sein, jedoch ist die Wirkung von CBDA weitaus schwächer als die von CBD.

CBG: 

CBG auch Cannabigerol genannt, ist für seine muskelentspannende Wirkung bekannt. Zudem wird es auch als schmerzlindernd und antidepressiv beschrieben. Gerade auch bei MRSA Bakterien soll CBG einen positiven Effekt haben. CBG ist ein starker Blogger des TRPM8 Rezeptors, dieser spielt bei Blasenschmerzen und auch bei einer Überaktivität der Harnblase eine Rolle. Es soll auch eine entspannende Wirkung auf den Magen haben. Somit wird es auch oft bei Stress oder Anspannung eingesetzt. Zudem soll CBG das Immunsystem stärken, was mit der positiven Wirkung auf den Verdauungstrakt zusammenhängen könnte.

CBC: 

Über dieses Cannabinoid ist leider noch recht wenig bekannt. Es wurden allerdings entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften bei einem Experiment an Mäusen nachgewiesen. Sehr ähnlich wie auch beim CBD wurde bei dem Experiment an Mäusen auch ein hemmender Effekt von psychischen Störungen beobachtet der durch THC ausgelöst wurde. CBC soll zudem auch antibiotisch und gegen Pilzinfektionen wirken. Gerade auch bei Menstruationskrämpfen berichten viele Anwenderinnen sehr positive Effekte. Neueste Studien lassen auch auf eine Behandlung mit CBC bei Alzheimer hindeuten.

CBN: 

Leider ist auch über dieses Cannabinoid noch recht wenig bekannt. Jedoch deuten Studien darauf hin, dass CBN einen sehr positiven Effekt auf die Haut haben kann. Gerade bei Schuppenflechte berichten viele Anwender eine deutliche Verbesserung. Zudem soll CBN krampflösend, antibakteriell und schmerzlindernd sein und auch einen positiven Einfluss auf den Schlaf haben.

Vieles deutet darauf hin, dass gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Cannabinoide die Wirkungen der einzelnen verstärken kann. So haben Forscher z. B. herausgefunden, das die Zusammensetzung von CBD, CBG und CBC bei Krebs eine viel bessere Wirkung gezeigt hat als die Cannabinoide im Einzelnen. Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Terpene spielt dabei eine große Rolle. Dazu könnt ihr nächste Woche mehr Erfahren.